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Wasser, Grundlegendster Bestandteil

Wasser ist der grundlegendste Bestandteil der Hundenahrung

Bei ungenügender Wasserzufuhr sinkt der Wassergehalt im Körper und der Hund dehydriert. Dieses hat zur Folge, dass die Plasmaflüssigkeit reduziert wird und sich das Blut verdickt. Um das dickere Blut durch den Körper zu pumpen muss das Herz stärker arbeiten. Hinzu kommt, dass weniger Flüssigkeit durch die Gefäße fließt  um das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Anzeichen einer Dehydrierung:

  • Lethargie
  • Stumpfer Blick
  • Verdickter Speichel beim sabbern
  • Mangelnde Konzentration
  • Langsames Verstreichen von Hautfalten
  • Verweigerung von Wasser, Futter oder Leckerchen
  • Schweres Atmen (bei einer schweren Dehydrierung, wird das Hecheln eingestellt)
  • Bewegungsunfähigkeit (schwere Dehydrierung)

Wasserbedarf bei Feuchtfütterung:

Bei einer Temperatur um ca. 20°C und normaler Aktivität, d.h. Spazierengehen, normales Spielen, Apportieren oder Herumtollen mit anderen Hunden,  liegt der Wasserbedarf zwischen 35-60 ml/kg Körpergewicht.

Wasserbedarf bei Trockenfütterung:

Bei einer Temperatur um ca. 20°C und normaler Aktivität, d.h. Spazierengehen, normales Spielen, Apportieren oder Herumtollen mit anderen Hunden, liegt der Wasserbedarf etwa um das 3 bis 4-fache höher als bei der Feuchtfütterung.

An heißen Tagen kann der jeweils benötigte Wasserbedarf um das 2- bis 3-fache steigen!

Eine kontinuierliche Wasserzufuhr ist somit lebensnotwendig, denn Hunde können Wasser nicht lange speichern. Das meiste Wasser verlieren Hunde übrigens über die Atmung und das Hecheln.

Ein Nahrungsentzug über etwa 14 Tage kann ein Hund ohne nennenswerte Auswirkungen verkraften, ein Wasserentzug über einige Tage endet jedoch oftmals tödlich.

Die benötigte Wassermenge muss generell dem Wachstum, der körperlicher Anstrengung, Milchbildung, ggf. Krankheiten und der Umgebungstemperatur angepasst werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt  für den Wasserhaushalt ist die Ernährung. Hunde, die Futtermittel bedingt  mehr fressen müssen um ihren Energie- und Nährstoffbedarf abzudecken und hierdurch mehr Kot absetzen, benötigen zusätzlich Wasser. Kot besteht zu 80-90 % aus Wasser, d.h., häufiges koten, oder in großen Mengen führt zu einem höheren Wasserverlust.

Feststellung der aufgenommenen Wassermenge:

Noch ein Tipp zur Feststellung der aufgenommenen Wassermenge durch den Hund.
Jeweils vor und nach dem Trinken die Wassermenge im Napf mit einem Messbecher abmessen und durch die Differenz die aufgenommene Wassermenge bestimmen. Alternativ jeweils vor und nach dem Trinken den Wassernapf wiegen und durch die Differenz die aufgenommene Wassermenge bestimmen, durch die Dichte von 1:1 von Wasser entspricht das Gewicht der Wassermenge - 100g ≈ 100ml.